Aktuelles

Aktuelle Informationen zum Coronavirus

die Auswirkungen des Coronaviruses sind auch im alltäglichen Leben immer deutlicher zu spüren. Dies betrifft immer mehr auch unsere Tätigkeit.

Erreichbarkeit der Kanzlei

Zur Vermeidung weiterer Ansteckungen empfehlen auch wir, persönliche Kontakte so weit es geht zurück zu fahren. Bitte nutzen Sie für die Übersendung von Unterlagen die Ihnen bekannten elektronischen Wege (Mandantenportal, E-Mail, Fax) oder alternativ den Postweg. Unterlagen können Sie auch gerne in den Postkasten ca. 3 Meter rechts von der Hofeinfahrt einwerfen.

Darüber hinaus sind wir jederzeit telefonisch unter den bekannten Rufnummern erreichbar, auch wenn wir im Zweifel nicht persönlich im Büro anwesend sind.

Sofern Sie uns dennoch persönlich besuchen möchten klingeln Sie bitte und warten im Treppenhaus, bis Sie abgeholt werden. Ich weise allerdings darauf hin, dass wir verstärkt von zu Hause aus arbeiten werden und es daher möglich ist, dass das Büro nicht besetzt ist.

In diesem Fall können Sie Unterlagen dennoch wie beschrieben im Postkasten hinterlassen. Bearbeitete Unterlagen werden wir für Sie sammeln bzw. zusenden.

 

Auswirkungen auf Ihre Berufsausübung und finanzielle Situation

Die Verfügungen zur Vermeidung der Ausbreitung des Virus finden Sie auf den Webseiten der jeweiligen kreisfreien Städte und Kreise (Niedersachsen) bzw. der Landesregierung (Nordrhein-Westfalen). Diese geben Auskunft darüber, welche Tätigkeiten derzeit nicht ausgeübt werden bzw. welche Auflagen einzuhalten sind.

Kurzarbeit

Eine große Unterstützung ist für die Unternehmen die Entlastung von den Personalkosten durch die Beantragung von Kurzarbeit.

Auf der Homepage der Arbeitsagentur können Sie das Formular Anzeige des Arbeitsausfalls herunterladen.

Dazu muss eine arbeitsrechtliche Zulässigkeit laut Tarifvertrag, Einzelvertrag oder Betriebsvereinbarung vorliegen. Wenn es keine Vereinbarung gibt, muss diese vorher nachgeholt werden.

Bei der Bundesagentur für Arbeit finden Sie auch allgemeine Informationen zum Thema Kurzarbeit.

Bei der Beantragung können wir Sie unterstützen, wir können aber weder die Anzeige noch den Antrag für Sie stellen. Die Berücksichtigung der genehmigten Kurzarbeit bei der Lohn- / Gehaltsabrechnung erledigen wir für Sie.

Entschädigung bei Quarantäne

Sollten Mitarbeiter oder ganze Betriebe unter Quarantäne gestellt werden können die Lohnkosten und notwendige Betriebskosten im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes erstattet werden (§ 56 IfSG). Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Beendigung der Quarantäne zu stellen.

Absicherung von Unternehmern

Für Unternehmer besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, Grundsicherung zu beantragen (ALG II, Wohngeld etc.). Hierfür sind die Jobcenter bzw. Kommunen zuständig. Bitte wenden Sie sich direkt an die für Sie zuständige Stelle.

Förderprogramme der Länder und des Bundes

Die Förderprogramme zu den Soforthilfen des Landes Niedersachsen können seit dem 25.3.2020, 15 Uhr bei der NBank beantragt werden. Dazu gehören:

  • Niedersachsen Liquiditätskredit - Kredite für kleine und mittlere Unternehmen

Das Land stellt kurzfristig Kredite von bis zu 50.000 Euro pro Fall als Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung. Das Besondere dabei ist, dass diese Liquiditätshilfe direkt von der NBank vergeben wird und dafür keine Sicherheiten erbracht werden müssen. Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen, die ein tragfähiges Geschäftsmodell haben und Perspektiven aufweisen, jedoch z. B. auf Grund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf aufweisen, zu unterstützen

  • Soforthilfe Corona - Zuschüsse für Soloselbständige, Kleinst- und Kleinunternehmen

Soloselbständige, Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten können außerdem einen einmaligen Liquiditätszuschuss von bis zu 25.000 Euro beantragen. Zielgruppe sind Unternehmen, freiberuflich Tätige und Soloselbständige (auch Künstler und Kulturschaffende). Hierzu gibt es eine Staffelregelung:

  • bis 5 Beschäftigte: 9.000 Euro
  • bis 10 Beschäftigte: 15.000 Euro
  • bis 30 Beschäftigte: 20.000 Euro
  • bis 49 Beschäftigte: 25.000 Euro

Dieser Zuschuss kann z. B. für Mietzahlungen oder Zinsverpflichtungen verwendet werden. Diese Hilfen stehen auch Start-ups zur Verfügung, wenn diese jünger als 5 Jahre sind. Das gilt auch wenn diese vor Ausbruch der Corona-Krise noch keine schwarzen Zahlen geschrieben haben. Voraussetzung ist im Kern ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine positive Einschätzung der weiteren Unternehmensentwicklung.

Die Programme des Landes und des Bundes wurden zusammengefasst.

Bitte beachten Sie bei Antragstellung die jeweils aktuellen FAQs der NBank. Dort wird im Einzelnen erläutert, welche Kosten in die Kalkulation einbezogen werden können.

Bei der NBank finden Sie auch eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten.

Zwischenzeitlich hat auch die Landesregierung NRW bekanntgegeben, dass Förderungen ab dem 27. März 2020 beantragt werden können. Zuständig sind dort die Bezirksregierungen. Informationen zur Antragsstellung finden Sie auf der Webseite des Wirtschaftsministeriums NRW.

Steuerzahlungen

Die Finanzämter sind angehalten, offene Steuerforderungen zu stunden und auf Vollstreckungsmaßnahmen zu verzichten. Nicht gestundet werden kann Lohnsteuer, da es sich hierbei um eine Abzugssteuer handelt. In Nordrhein-Westfalen können bereits gezahlte Umsatzsteuersondervorauszahlungen erstattet werden, ohne dass die Dauerfristverlängerung wegfällt. Dies gilt zwischenzeitlich auch für Niedersachsen.

Bei Einnahmenausfällen kann auf jeden Fall vor der nächsten Ertragsteuerfälligkeit am 15. Mai 2020 ein Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen gestellt werden. Da derzeit der Umfang und Zeitraum der von Bund, Ländern und Gemeinden erlassenen Schutzmaßnahmen und damit der zu erwartende Einnahmeausfall noch nicht absehbar ist werde ich solche Anträge erst ab Mitte April stellen. Dies ist für eine rechtzeitige Bearbeitung bei den Finanzämtern und Gemeinden ausreichend.

Andere Abgaben

Diverse Berufsgenossenschaften reagieren auf die Auswirkungen der Corona-Krise, indem sie ihren Mitgliedsbetrieben die Stundungsregelungen erleichtern. Die Erleichterungen bestehen je nach Genossenschaft in der Vereinbarung von geringeren Raten, dem Verzicht auf Sicherheiten sowie dem Verzicht auf Zinsen. Ob und wenn, welches Instrument in Betracht kommt, wird einzelfallbezogen geprüft und entschieden.

Für Unternehmen, die infolge der Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, kann die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen eine Möglichkeit darstellen, sich einen gewissen finanziellen Spielraum zu verschaffen. Die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist dabei an folgende Voraussetzungen geknüpft (§ 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV):

  • Der Anspruch auf den Gesamtsozialversicherungsbeitrag darf nur dann gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung der Beiträge mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre.
  • Eine erhebliche Härte für das Unternehmen ist gegeben, wenn es sich aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet oder im Falle der sofortigen Einziehung der fälligen Sozialversicherungsabgaben in diese geraten würde.
  • Eine Stundung darf allerdings nicht gewährt werden, wenn eine Gefährdung des Anspruches eintreten würde. Das ist der Fall, wenn die Zahlungsschwierigkeiten nicht nur vorübergehend sind oder eine Überschuldung in absehbarer Zeit offensichtlich nicht abgebaut werden kann. 

Über den Stundungsantrag entscheidet die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle nach pflichtgemäßem Ermessen. Betroffene Unternehmen sollten sich direkt an die zuständige Krankenkasse wenden. Eine gebündelte Bearbeitung durch eine zentrale Stelle ist jedoch nicht vorgesehen, so dass bei jeder einzelnen Krankenkasse ein entsprechender Antrag gestellt werden muss.

In allen Punkten, die die Lohnabrechnung sowie steuerliche Aspekte betreffen stehen wir Ihnen gerne für Rückfragen zur Verfügung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass jedoch eine Beratung in Rechtsfragen (ordnungsrechtlich im Zusammenhang mit den Verfügungen zur Eindämmung oder arbeitsrechtlich bei Themen wie z.B. Entlassungen) nicht durch mich erfolgen darf. In diesem Punkten wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens.

Finanzierungsfragen klären Sie bitte direkt mit Ihrer Hausbank.

Diese Webseite wird laufend aktualisiert. Stand: 3.4.2020 12:00 Uhr

Beachten Sie bitte die Verfügungen, Anordnungen und Hinweise!

Bleiben Sie, Ihre Familien und Mitarbeiter gesund!